Skip to main content

Problemkunden im Nagelstudio einfacher in den Griff bekommen

Der richtige Umgang mit Problemkunden im Nagelstudio, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt!
Wer ein Nagelstudio betreibt, wird früher oder später leider auch Erfahrungen mit “Problemkunden” machen. Hier ist der richtige Umgang mit Problemkunden gefragt. Da gibt es einerseits die Kunden, die tatsächlich schwerwiegende Probleme mit ihren Nägeln haben. In Einzelfällen könnte man sogar von “therapeutischer” Hilfe sprechen, z.B. wenn sich ein Kunde durch Knabbernägel in seiner Persönlichkeit beeinträchtigt fühlt, dann mit Hilfe des Naildesigners von seiner Sucht befreit wird und dankbar endlich gepflegte Nägel vorweisen kann. Dieser Kunde hatte ein Problem – ihm konnte geholfen werden. Gemeint sind hier aber nicht die Kunden, die Probleme mit ihren Fingernägeln haben – dazu zählt schließlich der überwiegende Teil der Bevölkerung -, sondern solche, die Probleme machen.

Der Umgang mit Problemkunden

Das Wohl und die Zufriedenheit des Kunden haben in jedem Dienstleistungsunternehmen oberste Priorität, so natürlich auch im Nagelstudio. Eine kompetente Beratung und eine professionelle Arbeit sind selbstverständlich; ebenso wichtig ist es aber, dem Kunden den Aufenthalt im Studio so angenehm wie möglich zu machen.

Jedem Kunden soll das Gefühl vermittelt werden, willkommen zu sein – ein prompter und reibungsloser Service ist dabei ein ganz entscheidender Faktor. In der Regel werden solche Bemühungen honoriert und oft können Neukunden dank guter Serviceleistungen als Stammkunden gewonnen werden.

Doch leider gibt es auch Kunden, die gerade dann, wenn es um eine prompte Bedienung geht, den Modellistinnen einen Strich durch die Rechnung machen: die “stetigen Zuspätkommer”. Im Normalfall wird der Terminplan der Nagelmodellistin so angelegt, dass kleine Zeitdifferenzen aufgefangen werden können. Eine kurze Wartezeit akzeptieren die meisten Kunden ohnehin gelassen. Doch alles, was über eine Viertelstunde hinausgeht, führt zu einem unzumutbaren Kundenstau.

So erziehen Sie Ihre Kunden 😉

Neigt ein Kunde dazu, regelmäßig zu spät zu kommen, gilt es ihn zu “erziehen”.
Fragen Sie den Kunden behutsam nach dem Grund seines Zuspätkommens (“Gab es wieder viel Verkehr?” o.ä.).

Zeigen Sie Verständnis

für seine Sorgen und Probleme – führen Sie ihm dann aber freundlich vor Augen, welche unangenehme Folgen sein häufiges Zuspätkommen für alle andere Kunden nach sich zieht. Erklären Sie ihm, dass Sie den optimalen Service nur dann gewährleisten können, wenn Sie auch die nötige Zeit zur Verfügung haben, und dass im Wiederholungsfall eine Behandlung nicht möglich sei, aber trotzdem berechnet werden müsse. Verlieren Sie den Kunden, ist dies nicht Ihr Verschulden – jedenfalls bleiben Ihnen im Endeffekt viele Schwierigkeiten erspart.

Probleme bereiten oftmals auch die notorischen Nörgler. Eine offensichtlich begründete Reklamation müssen Sie selbstverständlich zu Ihren Lasten beseitigen; es empfiehlt sich, als Entschädigung ein kleines Präsent bereitzuhalten. In Fällen aber, wo ständig grundlos Beschwerden vorgetragen werden (meist kennt man ja seine “Pappenheimer” bereits), helfen nur entwaffnende Freundlichkeit und eine sachliche, fundierte Klarstellung – diskret und ohne Zeugen, damit sich der Kunde nicht blamiert fühlt. Wer ständig gegen Ihren Rat seine Heimpflege vernachlässigt, sollte z.B. erfahren, dass er die Ausnahme ist, während alle anderen Kunden, die Ihrer Beratung folgen, keine Probleme und keinen Grund zu Beschwerden haben und Ihre Arbeit wertschätzen. Sie riskieren möglicherweise den “Verlust” dieses Nörglers – oder Sie gewinnen den Kunden für immer.

An Fingerspitzengefühl sollte es in unserem Beruf nicht mangeln – schließlich sind wir Spezialisten auf diesem Gebiet. Und wenn es einmal besonders schwierig wird, denken Sie daran: Zu einem gutem Verhältnis gehören immer zwei – nicht alles liegt in Ihren Händen.

Der richtige Umgang mit Problemkunden sollte nicht unterschätzt werden. Schließlich sollen die Kunden ja wiederkommen…

 

Könnte für Sie auch interessant sein