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Nageleigenschaften – Die interessanten Eigenschaften der Nägel

Finger- und Fußnägel bestehen hauptsächlich aus Keratin, das den Grundstoff aller hornartigen Körpergewebe (Haut, Haar und Nägel) bildet. Durch die weißliche Oberfläche ist die rosafarbene Haut des darunterliegenden Nagelbetts sichtbar. Der Nagel selbst hat weder Nerven noch Blutgefäße und dient primär dem Schutz der Fingerspitze.

Nageleigenschaften: Das Wachstum der Nägel

Nageleigenschaften – Durchschnittlich wachsen die Fingernägel ca. 0,5 – 1,0 mm pro Woche. Einen großen Einfluss auf das Nagelwachstum haben Temperatureinflüsse, Gesundheitszustand, Ernährung, Alter und natürlich Nagelpflege. In den Sommermonaten wachsen die Nägel ca. 20 % schneller und in den Wintermonaten verlangsamt es sich. In der Schwangerschaft wachsen die Nägel ebenfalls schneller. Medikamente können einen negativen Einfluss auf das Nagelwachstum und der Haltbarkeit haben. Wenn die Nagelwurzel durch einen Unfall (z.B. Quetschung) zerstört ist, kann kein neuer Nagel mehr nachwachsen.

Hätten Sie es gewusst?

  • Die regelmäßige Massage der Nagelwurzel regt die Blutzirkulation und den Stoffaustausch an.
    Nach zwei bis drei Monaten ist meist ein qualitativ besserer Nagel nachgewachsen.
  • Eiweiß- oder Mineralstoffmangel können das Wachstum verlangsamen, deshalb ist eine gesunde Ernährung mit ausschlaggebend für schöne Nägel.

Nageleigenschaften: Der Nagelaufbau

Die Nagelwurzel wird auch Matrix genannt. Das Wachstum des Nagels erfolgt von der Matrix aus, indem sich fortlaufend neue Oberflächenzellen bilden und diese in verhornte Nagelzellen umwandeln. Die zuerst noch weichen Keratinplatten sind weiß (Nagelmond), flachen dann ab und werden durchsichtig und härter (Verhornung). Der Nagelwall (Paronychium) schützt den Nagelfalzes und der Matrix. Der Nagelmond (Lunula) sorgt für den Verhornungsprozess in den Keratinzellen, die noch nicht vollständig abgeflacht sind. Die Lunula befindet sich direkt nach der hinteren Dichtung (Eponychium) und hat eine weißlich, matte, halbmondförmige Rundung. Die hintere Dichtung (Eponychium), wird oft mit der Nagelhaut (Cuticula) verwechselt. Sie ist der Schutz vom Nagelwall und Nagelwurzeln. Die Nagelhaut (Cuticula) ist ein feines Häutchen, welches unterhalb der hinteren Dichtung (Eponychium) leicht auf der Nagelplatte herauswächst. Das Nagelbett liegt unterhalb der Nagelplatte und besteht aus zwei Gewebearten dem Curium und der Epidermis. Das Curium (Lederhaut) zeichnet kleine längst Furchen aus mit denen sich die Epidermis (Oberhaut) verbindet und zum freien Nagelrand heraus wachsen kann. Das Nagelbett hat seine rosige Farbe durch die ständige Durchblutung kleiner Blutgefässe = den Kapillaren. Die vordere Dichtung der Nägel liegt dort, wo die Nagelplatte das Nagelbett verlässt also unterhalb der freien Nagelzone.


So aufschlussreich wie der Fingerabdruck

für die Kriminalistik, sind die Nagel für den Arzt. Sie können vielfältige Hinweise auf Erkrankungen anderer Organe geben. Die Erscheinungen der Nageloberfläche lassen folgende Schlüsse zu.

  • Blätternde Nägel = Überfunktion der Schilddrüse
  • Löffelnagel = Blutarmut, Eisenmangel
  • Verfärbte Nägel = chemische Einwirkungen
  • Querfurchen = häufig Folgeerscheinungen einer Krankheit
  • Längsrillen = angeborene Schädigung der Nagelwurzel
  • Bruchnagel = chemische Einwirkung, zuviel Hitze, Kalkmangel
  • Spaltnagel = Überfunktion der Schilddrüse
  • Weiße Flecke = falsche Pflege oder Mangelkrankheiten
  • Schwarze, o. blaue Flecke = Folge von Quetschungen
  • Nagelmykose = falsche oder keine Pflege
  • Hohlnagel = Eisenmangel, Mangel an Vitamin B
  • Verdickter Nagel = angeborene Unterfunktion der Schilddrüse

Die Hände

Ihre Hände verraten viel über Sie. Da sie immer sichtbar sind, werden sie von den meisten Menschen als erstes wahrgenommen. Wir benutzen unsere Hände nicht nur bei einer Vielzahl von praktischen Tätigkeiten, sondern drücken uns auch mit ihrer Hilfe aus. Deshalb ist es wichtig, daß unsere Hände bestmöglich aussehen. Jeder kann schöne Hände haben, dieses Ziel läßt sich auch ohne lange, schlanke Finger oder perfekt geformte Fingernägel erreichen. Das erste, was Sie bei fremden Menschen berühren, ist die Hand. Sie steht im Mittelpunkt, beim Händeschütteln, Winken, Anbieten und Überreichen. Und darum sind gepflegte Hände das A & O einer eleganten Erscheinung. Oder können Sie sich einen Zahnarzt vorstellen, dem man unter den Nägeln ansieht, daß er das Wochenende im Garten verbracht hat? Oder Ihren Metzger mit Blut an den Fingern? Und weil es auch für Automechaniker öllösende Waschpasten gibt, sind ungepflegte Hände nicht mehr zu begründen. Alles ist heute nur eine Frage des Willens – und des Wissens.


Problem Hände und Nägel

Friseurinnen und Laborantinnen müssen berufsbedingt mit ätzenden Flüssigkeiten arbeiten. Die häufigen Resultate sind: Spröde, rissige Hände mit verfärbten Nägeln. Hier hilft nur besonders intensive Pflege mit guten Pflegeprodukten.

Andere Probleme sind die Nägel von Nagelbeißern. Die Ursachen liegen häufig im psychischen Bereich, dort sollten sie auch gesucht und behandelt werden. Aber auch die Symtome lassen sich bekämpfen. Z.B. mit einer bitteren Lösung zum Auftragen (hilft nur vorrübergehend). Aber die optimale Lösung ist das Auftragen von künstlichen Fingernägeln.


Die Hand hat ein Skelett aus 27 Knochen

8 Handwurzelknochen
5 Mittelhandknochen
14 Fingerglieder

Beide Hände zusammen umfassen mehr als 25 % der Knochen des Gesamtskeletts. Am oberen Fingerglied, auch Nagelglied genannt, schützt der Fingernagel die empfindliche Fingerspitze. Auf dem Handrücken befindet sich die Streckmuskulatur, in der Hand liegen die Beugemuskeln.

Zwei Arterien pumpen das Blut vom Herz zu jedem Nagel. Kapillare sind winzig feine Blutgefässe, die das Blut von den Arterien zum den Nägeln transportieren. Durch diese Durchblutung scheint das Nagelbett rosa. Die Nagelplatte selbst wird nicht ernährt. Venen sammeln das Blut von den Kapillaren und führen es zurück zum Herz.

Die Nägel
Die Nägel sind Platten von dicht gepackten, harten, verhornten Zellen der Oberhaut. Sie erleichtern das Greifen und die Feinmotorik im Umgang mit Gegenständen. Außerdem verhindern sie Verletzungen an den Finger- und Zehenenden. Nägel werden aus kernlosen, mittels einer kittartigen Lipidsubstanz fest aneinander gereihten Korneozyten aufgebaut. Die Nagelsubstanz besteht fast ausschließlich aus Zytokeratin, in einer schwefelreichen (Zystin) Matrix.

Nagelwurzel = Matrix
Die Bildung des Nagels erfolgt von der Matrix aus, indem sich fortlaufend neue Oberflächenzellen bilden und sich diese in verhornte, tote Nagelzellen umwandeln. Die zuerst noch weicheren Keratinplatten sind weiß (Lunula), flachen dann ab und werden durchsichtig und härter (Verhornung).

Der Nagelwall = Paronychium
Sind die Dächer oder Schutz des Nagelfalzes und der Matrix. Durch Massage wird das Wachstum der Nägel an dieser Stelle beschleunigt.

Der Nagelmond = Lunula
Hier beginnt der Verhornungsprozess in den Keratinzellen, diese noch nicht vollständig abgeflacht sind. Die Lunula befindet sich direkt nach der hinteren Dichtung (Eponychium) und hat eine weißlich, matte, halbmondförmige Rundung.

Hintere & seitliche Dichtung = Dorsales & Laterales Eponychium
Die hintere Dichtung (Eponychium), wird meistens mit der Nagelhaut (Cuticula) verwechselt. Sie ist der Schutz vom Nagelwall und der Matrix. Wird diese verletzt, können in kürzester Zeit Bakterien und Keime eindringen und eine Entzündung hervorrufen.

Nagelhaut = Cuticula
Die Nagelhaut (Cuticula) ist ein feines, durchsichtiges Häutchen, welches unterhalb der hinteren Dichtung (Eponychium) leicht auf der Nagelplatte herauswächst. Mittels eines Fräsers oder dem Pro Pusher kann es bei der Maniküre vorsichtig entfernt werden.

Nagelbett
Das Nagelbett liegt unterhalb der Nagelplatte und besteht aus zwei Gewebearten dem CORIUM und der EPIDERMIS (siehe Hautschichten). Das Curium (Lederhaut) zeichnet kleine längst Furchen aus mit denen sich die Epidermis (Oberhaut) verbindet und zum freien Nagelrand heraus wachsen kann. Das Nagelbett hat seine rosige Farbe durch die ständige Durchblutung kleiner Blutgefässe = den Kapillaren.

Vordere Dichtung = Hyponychium
Die vordere Dichtung der Nägel liegt dort, wo die Nagelplatte das Nagelbett verlässt = unterhalb der freien Nagelzone. Wird dieser Teil einmal verletzt, können auch hier wieder Keime und Bakterien eindringen und die Nagelplatte kann sich vom Nagelbett lösen (=Onycholyse).

Glückwunsch, Sie kennen sich nun mit den Nageleigenschaften bestens aus und sind bereit für das Nagelquiz! Viel Spaß