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Die Geschichte der Nagelmodellage So fing einmal alles an…

Die Geschichte der künstlichen Fingernägel, so auch die der Gelnägel, nimmt weit früher Ihren Anfang als man vielleicht annimmt. Schon die hübsche Cleopatra hatte früher „ihre persönliche Modellistin“. Natürlich kannte man damals weder Gelnägel, Acryl oder sonst etwas. Trotzdem bekam „Ihre Hoheit“ künstliche Fingernägel aus eine Art Porzellanpulver, die mit einer klebeartigen Flüssigkeit befestigt wurde. Daher hört man auch heute noch hin und wieder mal etwas von sogenannten „Porzellan-Nägeln“…


Der konkrete Versuch der Nagelkosmetik

für schöne und gepflegte Gelnägel zu entwickeln begann eher kurios. Mitte der 20er Jahre bringt die Erforschung von Autolack gleichzeitig die Entwicklung von lang haftendem Nagellack mit sich. Von den heutigen Acryl- und Gelnägel war man so noch sehr weit entfernt. Filmstars wie Marlene Dietrich machen daraufhin knallrote und pinkfarbene Nägel zu einem neuem Trend.

 


Der erste künstliche Fingernagel

„Nu Nails“ genannt, kommt 1934 auf den Markt und wird von einem Zahnarzt aus Chicago entwickelt. Damit schenkt er Menschen, die an ihren Nägeln kauen, die Möglichkeit zu perfekt aussehenden Händen. Mitte der fünfziger Jahre produziert die Traumfabrik Hollywood Perfektion bis in die “Fingerspitzen”. Auf den Materialien von Zahnprothesen basierend, entstehen künstliche Fingernägel aus Acryl. Eine rasch trocknende zwei Komponenten-Masse wird über eine Schablone gespachtelt und geformt, mühsam mit einer Schleifmaschine geschliffen und poliert. Um eine Haftung zu erzielen, muss der Naturnagel aufgeraut werden. Spätestens nach zwei Wochen wird aufgefüllt. Die bereits leicht gelblich verfärbte und teilweise an den Rändern gelöste Masse knipst man mit einer Zange ab, feilt den Naturnagel erneut an, und füllt Masse nach. Eine Grünfärbung der eigenen Nägel (Nagelpilz) war keine Seltenheit, da Bakterien, Pilzsporen und Feuchtigkeit nie sachgemäß entfernt werden.


Die moderne Art der Modellage

von künstlichen Fingernägeln beginnt Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre in den USA und schwappt erst gegen Ende der 70er über nach Europa. Für die moderne Frau ist es selbstverständlich, dass zu einem gepflegten Äußeren, perfekt manikürte, oder modellierte Nägel dazu gehören. Voraussetzung ist natürlich: eine gründliche Ausbildung der Nagelmodellistin, perfekte Arbeit und hervorragende Materialien. Auch nach Wochen sollte kein Verfärben durch Sonne, Solarien, Chemikalien etc. sichtbar sein, die Haftfähigkeit ohne aufrauen höchste Ansprüche erfüllen, der Naturnagel muss völlig unbeschädigt bleiben. Die Produkte müssen einer Qualitätskontrolle unterliegen.


Auch bei Gelnägel geht die Entwicklung weiter.

Heute müssen Gelnägel nicht mehr dick modelliert und somit unnatürlich aussehen. Die Gelnägel werden heute, wie auch das Acrylsystem, dünn aufgetragen und sind bei richtiger Verarbeitung nicht mehr als künstliche Gelnägel anzusehen. Die UV-Lichthärtegeräte, auch mit LED Technik, gibt es heutzutage in vielen Ausführungen.

Die Geschichte der Nagelmodellage wird sich sicher stets verändern.